Kaufbeuren: Vierter Eurofighter-Transport in diesem Jahr

Kaufbeuren – Es ist für alle Beteiligten schon beinahe Routine, denn nach drei vorausgegangenen Schwertransporten eines Kampfflugzeuges durch Kaufbeuren kennen sie die möglichen Problemstellen genau.

So rollte auch am vergangenen Dienstagabend wieder ein Eurofighter (EF) vom Fliegerhorst an der Apfeltranger Straße zum Verteilerkreisel an der B 12. Von dort ging es über Kempten, die A 7 und die A 8 mit einer Zwischenübernachtung nach Manching in Oberbayern.

Die Fahrt durch Kaufbeuren dauerte rund 100 Minuten, wie Hauptmann Thomas Maurer als Projektverantwortlicher seitens des sechsköpfigen Begleitteams der Bundeswehr erläuterte. Unterstützt wurde der Transport von der durchführenden Firma und vom Kaufbeurer Bauhof. „Im Team herrschte eine gute Stimmung, alle haben super gearbeitet und es hat prima geklappt“, so Maurer. Am Zielort wird der EF wieder für den Einsatz flugtauglich gemacht.

Link: Kreisbote 29.10.20

Eurofighter: Wieder ein "Tiefflug" mitten durch Kaufbeuren

Zum vierten Mal in diesem Jahr und zum insgesamt zehnten Mal rollte am Dienstagabend ein Eurofighter-Kampfflugzeug auf einem Tieflader mitten durch Kaufbeuren.

Zum vierten Mal in diesem Jahr und zum insgesamt zehnten Mal rollte am Dienstagabend ein Eurofighter-Kampfflugzeug auf einem Tieflader mitten durch Kaufbeuren.

Bild: Mathias Wild

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr rollte ein Eurofighter durch Kaufbeuren. Warum der Tross vermeintlich falsch auf die B12 auffuhr.

Zum vierten Mal in diesem Jahr und zum insgesamt zehnten Mal rollte am Dienstagabend ein Eurofighter-Kampfflugzeug auf einem Tieflader mitten durch Kaufbeuren.

Martin Frei

28.10.2020 | Stand: 08:28 Uhr

Die schwierigste Etappe einer langen Tour dauerte diesmal ziemlich genau eine Stunde und 25 Minuten. So lange - oder auch so kurz - brauchte der Schwertransport, der am Dienstagabend wieder einmal einen Eurofighter-Kampfjet vom Kaufbeurer Fliegerhorst abtransportierte, vom Militärflugplatz im Südwesten bis zur B12-Anschlussstelle im Nordosten der Stadt. Der Schwertransport mitten durch Kaufbeuren lief - dank der Routine aller Beteiligten und der guten Vorbereitung des städtischen Bauhofs - völlig reibungslos ab. Um 20.12 Uhr verließ der Tross das Kasernentor, um 21.37 stand der Sattelschlepper am B 12-Verteilerkreisel und wurde für die weitere, etwas flottere Fahrt auf der Kraftfahrtstraße und der Autobahn nach Manching bei Ingolstadt vorbereitet.

Eurofighter: Zur Generalüberholung nach Manching

Allerdings fuhr der von zahlreichen Begleitfahrzeugen eskortierte Lkw mit seiner 16 Meter langen, gut elf Meter breiten und weit über 100 Millionen Euro teuren Ladung dann nicht nach Norden weiter, sondern nahm die Auffahrt in Richtung Kempten. Gegen 22.20 Uhr hatte der weit sichtbar in Blau- und Gelblicht getauchte Konvoi dann bereits Marktoberdorf passiert. Der Grund: Wegen einiger zu enger Baustellen auf der A96 muss der Eurofighter den Umweg über die A7 die A8 nach Manching nehmen, wo er am Donnerstag ankommen soll. In der dortigen Airbus-Niederlassung wird der Kampfjet, der am Kaufbeurer Fliegerhorst zu Ausbildungszwecken x-mal zerlegt und wieder zusammengebaut wurde, wieder flugtauglich gemacht.

Der Eurofighter rollte 2020 schon vier mal durch Kaufbeuren

Da in diesem Jahr gleich zwei entsprechende Kampfflugzeuge abtransportiert werden und durch neue ersetzt werden mussten, konnten die Kaufbeurer seit dem Frühjahr gleich vier "Tiefflüge" durch die Stadt erleben. Denn weil die Landebahn des Fliegerhorstes marode ist, konnten auch die neuen Flugzeuge nicht auf dem Luftweg angeliefert werden, sondern landeten in Lagerlechfeld und kamen auf der Straße in Wertachstadt.

Deutlich weniger Zuschauer beim Eurofighter-Transport

 Während bei den ersten Transporten heuer das Publikumsinteresse noch riesig war, und entlang der Transportstrecke bisweilen Volksfeststimmung herrschte, säumten am Dienstagabend nur wenige Passanten die Straßen. Einige treue Fans und - weil dieser Transport bereits relativ früh am Abend unterwegs war - vor allem Familien mit Kindern verfogten das Spektakel bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Während die Zuschauer und auch etliche Helfer für die Stadtpassage so zeitig wieder nach Hause kamen, hatten Schwertransport-Fahrer Torsten Broszeit und sein Team noch eine lange Nacht auf der Straße vor sich. Routine in diesem Gewerbe - selbst mit einem Kampfjet auf dem Auflieger. Denn der aktuelle Transport ist bereits der zehnte, seit am Kaufbeurer Fliegerhorst Techniker am Eurofighter ausgebildet werden.

 Die Beteiligten hatten sogar ein Plakat am Tieflader angebracht, das auf dieses Jubiläum hinweist. Wann die Reihe fortgesetzt wird, ist noch offen. In der Regel werden die Ausbildungs-Jets für die Techniker aber im Rhytmus von etwa zwei Jahren durch aktuelle Modelle ersetzt.

Link: Allgäuer Zeitung 28.10.20